Grüner Saft oder grüner Smoohtie?! Was ist gesünder?

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Was ist denn jetzt besser?

Grüner Saft oder grüner Smoothie?

Das Problem bei dieser Frage ist, dass sie so einfach nicht zu beantworten ist, denn beide Methoden haben ihre Vorteile.

Mal abgesehen davon, dass beides unglaublich gesund für dich ist, gibt es im Grunde nur einen großen Unterschied.

Beim Entsaften versuchst du so viel Flüssigkeit wie möglich aus den Zutaten zu pressen und bei einem grünen Smoothie landet alles im Mixer.

Das Resultat ist jetzt entweder ein flüssiger Saft, also ein Getränk, oder ein grüner Smoothie, der eher eine Mahlzeit ist.

Zum Problem oder bzw. zur Frage, was denn nun besser sei, kommt es eigentlich nur, weil im Internet immer wieder Streit zwischen den Saftanhängern und den Smoothieanhängern ausbricht.

Beide Verfahren haben ihre ganz eigenen Vorteile und auch ihre Nachteile und die will ich dir hier kurz erklären.

Vorteile und Nachteile von grünem Saft

Der wohl wichtigste Punkt, der für den grünen Saft spricht ist, dass es Saft ist.

Ein grünen Smoothie mit anderen Mahlzeiten zu kombinieren ist in der Regel keine gute Idee und kann mit üblen Verdauungsproblemen bestraft werden.

Die Abstände eines grünen Smoothies von etwa 2 – 3 Stunden nach oder 30 – 60 Minuten vor einer anderen Mahlzeit gelten für den Saft nicht.

Diese Probleme hast du mit einem Saft nicht und das machten den grünen Saft perfekt für zwischendurch.

Dazu ist er ein Getränk und kann Durst deutlich besser löschen.

Durch das Entsaften werden die festen und flüssigen Bestandteile voneinander getrennt und ohne feste Bestandteile kannst du deinem Darm und dem restlichen Verdauungsapparat eine Pause gönnen.

Ein grüner Saft bzw. alle enthaltenen Nährstoffe können ohne zusätzlichen Energieaufwand, die für die Verdauung notwendig ist, von deinem Körper aufgenommen werden.

Für mich besonders spannend ist, dass man ohne Rücksicht auf die Verdauung zu nehmen Obst, grüne Blätter und auch Gemüse wie Möhren oder rote Bete in einem Saft kombinieren kann, ohne mit Darmbeschwerden rechnen zu müssen.

Falls du also das Gefühl hast, dein Körper kommt mit grünen Smoothies nicht so ganz klar, dann solltest du auf jeden Fall mal einen grünen Saft probieren.

Die Säfte sind um einiges leichter verträglich als ein Smoothie.

Natürlich haben grüne Säfte auch ein paar Nachteile.

Zum einen kann der Zucker ungehindert in das Blut aufgenommen werden und so schnellen Blutzuckeranstieg führen.

Das Problem dabei ist, dass der Blutzucker danach oft genau so drastisch abfällt.

Ein weiterer Nachteil ist, dass grüne Säfte keine Ballaststoffe mehr enthalten und so sättigen sie nicht besonders lange bzw gar nicht.

Der letzte Punkt, es bleiben jede Menge Nährstoffe in den Fasern zurück und landen im Müll.

Oh, hätte ich fast vergessen…

Einen Saft solltest du ziemlich schnell nach dem zubereiten trinken, denn die Nährstoffe oxidieren innerhalb kürzester Zeit.

Die Vorteile und Nachteile eines grünen Smoothies

Ein Smoothie enthält deutlich mehr Ballaststoffe als ein grüner Saft, immerhin landen die Zutaten ja alle komplett im Mixer und es wird nicht weggeworfen.

Dadurch ergeben sich gleich mehrere Vorteile für den grünen Smoothie.

Zum einen gehen keine Nährstoffe verloren und außerdem macht ein grüner Smoothie deutlich länger satt.

Einer der wichtigsten Gründe für grüne Smoothies ist, dass durch die Fasern, die mitverarbeitet werden, der Zucker nur langsam an den Körper abgegeben wird.

Auf diese Weise gibt dir der Smoothie über einen deutlich längeren Zeitraum seine Energie.

Was positiv aber auch negativ ausgelegt werden kann, ist der Fakt, dass ein grüner Smoothie eine ganze Mahlzeit ersetzen kann.

Für mich z.B. ist es super, denn ich Löffel meinen Smoothie oft mittags anstatt eines fetten Mittagessens.

Der Nachteil an diesem Fakt ist leider, dass ein grüner Smoothie nicht mit anderen Mahlzeiten kombiniert werden sollte, weil sonst Verdauungsprobleme drohen.

Am besten ist es einen grünen Smoothie mindestens 2 Stunden nach oder 30 Minuten vor einer anderen Mahlzeit zu essen.

Du musst bei einem grünen Smoothie aber nicht auf die Zeit bzw. Abstände zu anderen Mahlzeiten achten, sondern auch darauf dir Zeit beim Verputzen zu lassen.

Mal auf die Schnelle 500 ml grünen Smoothie herunterschütten, wie einen Saft, würde ich dir nicht empfehlen.

Am besten ist es ihn mit einem Löffel zu essen und dabei jeden „Bissen“ bis zu 20 Mal im Mund hin und her zu schwenken.

Das ist wichtig, weil der Smoothie gut eingespeichelt für die Verdauung vorbereitet werden sollte, es ist aber auch zeitaufwendig.

Ein letzter Nachteil könnte sein, dass ein grüner Smoothie durch die ganzen Früchte und Zutaten wie z.B. Avocado schnell einiges mehr an Kalorien zusammenbringt als ein Saft.

Später ist das kaum noch ein Problem, nämlich dann, wenn dein Körper sich an die täglichen Smoothies gewöhnt hat und der Fruchtanteil kleiner wird.

Gerade als Einsteiger ist es aber gut etwas mehr Obst zu nehmen. Dadurch wird der grüne Smoothie süßer, allerdings steigt dadurch auch die Anzahl an Kalorien.

Falls du jetzt sofort mit deinem ersten grünen Smoothie durchstarten willst, hier findest du meinen schnellen Einsteiger-Guide.

Und was jetzt?

Ich kann dir nur sagen, probier es doch einfach aus.

Wenn dir grüne Smoothies besser bekommen, dein Darm die grünen Vitalstoffbomben gut verträgt und du genug Zeit hast sie zu löffeln oder in Ruhe zu trinken, dann bleib bei den grünen Smoothies.

Wenn du durch grüne Smoothies Probleme mit deinem Darm bekommst oder du eher auf der Suche nach einem schnellen Kick Nährstoffe für zwischendurch bist, dann versuch es mit grünen Säften.

Das beste an der Frage ob nun grüne Säfte oder grüne Smoothies ist eigentlich, dass es nur eine richtige Antwort geben kann.

Es ist vollkommen egal, denn beides ist gesund und versorgt dich mit Nährstoffen die du brauchst.

Und auch wenn im Internet oft der Eindruck erweckt wird, du musst dich für eine Seite entscheiden…

Nein, das ist hier nicht Star Wars und es gibt keine dunkle Seite und keine helle Seite.

Du kannst dich für das Entscheiden was dir besser gefällt oder du machst einfach beides.