Grüne Blätter sind gesund und das weiß jeder Schimpanse

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Stichwort Chlorophyll.

Na?

Fängt es jetzt an in deinem Kopf zu rattern und du versuchst dich an den Biologie-Unterricht in deiner Schulzeit zu erinnern?

Mir ging es genauso als ich das erst mal über den grünen Pflanzenfarbstoff im Zusammenhang mit grünen Smoothies gestolpert bin.

Aber der Stoff Chlorophyll ist es auf jeden Fall wert, ihn etwas genauer zu betrachten.

Immerhin ist er ein wichtiger Teil der Photosynthese und damit dafür verantwortlich, dass die Pflanzen so ganz nebenbei unseren Sauerstoff erzeugen.

Und ohne Sauerstoff würde es uns gar nicht geben.

Deswegen sind grüne Blätter so gesund für uns

Keine Angst, ich will dich jetzt nicht mit endlosen Ausführungen darüber langweilen, wie genau die Photosynthese funktioniert.

Deswegen hab ich hier dieses kleine Video herausgesucht.

Es gibt nämlich noch einen zweiten wichtigen Fakt über Chlorophyll und den finde ich 1000 Mal spannender.

Dieser grüne Farbstoff, der die Pflanzen grün macht und unser knallrotes Blut sind identisch aufgebaut.

Wenn du das Chlorophyll und das Hämoglobin (das ist das Zeug, das unseren Blutkörperchen die rote Farbe verleiht) auf chemischer Ebene miteinander vergleichst, dann gibt es nur einen einzigen Unterschied.

Im Zentrum des Chlorophyll befindet sich ein Magnesium-Ion und im Hämoglobin ein Eisen-Ion.

Ansonsten ist alles identisch.

Ganz ehrlich, wenn die Natur gewollt hat, dass wir einen bestimmten Stoff zu uns nehmen, dann ist es garantiert das Chlorophyll.

Leider gibt uns die Pflanze das tolle Chlorophyll nicht ganz freiwillig, denn es ist fest in den Pflanzenzellen, den Chloroplasten eingeschlossen.

Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten, kauen oder kauen lassen (sozusagen).

Der Wissenschaftler Dr. Michael Greger hat in einer Studie folgendes dazu gesagt: „Chewing is good, but blending is better, in terms of digestive efficiency and absorbing nutrients“.

Die Kernaussage ist, dass durch püriertes Gemüse die Nährstoffaufnahme verbessert wird.

Du kommst auf jeden Fall auch durch kauen an das Chlorophyll und die anderen Nährstoffe. Es ist aber um einiges effektiver dein Obst, Gemüse und Blattgrün zu mixen, denn dann bekommst du noch viel mehr der Nährstoffe freigesetzt.

Übrigens!

Das heißt für deinen Smoothie, nimm Salat und Blätter die möglichst dunkel oder zumindest kräftig grün sind.

Blasse Salate wie z.B. der Eisbergsalat enthalten kaum Nährstoffe und auch kaum Farbstoff, also lass lieber die Finger davon, zumindest wenn es um grüne Smoothies geht.

Jetzt will ich aber auch nicht mehr lange rumquatschen, sondern dir lieber verraten warum dieser grüne Farbstoff so gesund für dich ist.

Chlorophyll wirkt antibakteriell

Wenn der grüne Pflanzenfarbstoff da ist, dann haben Bakterien keinen Spaß.

Bereits Anfang des letzten Jahrhunderts fanden Wissenschaftler heraus, dass Lösungen aus Chlorophyll eine ungünstige Umgebung für Bakterien schaffen.

Zwar töten sie die Bakterien nicht ab, aber zumindest verhindern sie ein unkontrolliertes Ausbreiten.

Besonders betrifft das eiweißzersetzende Bakterien, die in großen Populationen in Magen und Darm von Fleischfressern zu finden sind.

Chlorophyll hat eine antioxidative Wirkung

In den USA wird jedes Superfood mit einer hohen Anzahl Antioxidantien geradezu gehyped.

Bestes Beispiel dafür sind die Acai-Beeren.

Antioxidantien gelten als Gegenspieler der freien Radikale. Freie Radikale sind sehr aggressive Moleküle die in der Lage sind unsere Körperzellen zu schädigen.

Da diese freien Radikale im Körper zu einer Vielzahl verschiedener Krankheitsbilder führen können ist es super wichtig Antioxidantien zu dir zu nehmen und so die freien Radikale auszuschalten.

Übrigens entstehen freie Radikale auf der einen Seite durch Umwelteinflüsse wie z.B. Zigaretten, Abgase oder andere Umweltgifte. Sie entstehen aber auch als Nebenprodukt unserer Stoffwechselprozesse.

Chlorophyll ist super für unser Blut

Wie bereits erwähnt unterscheiden sich die beiden Stoffe Chlorophyll und Hämoglobin praktisch kaum.

Deswegen weiß unser Körper instinktiv, was er mit dem Zeug anzustellen hat, wenn wir es aufnehmen.

Chlorophyll wird übrigens auch oft grünes Blut genannt und es hat großen Einfluss auf die Reinheit unseres Blutes. Neben der Tatsache, dass dieses grüne Blut unser eigenes Blut reinigt, begünstigt es auch zusätzlich, dass neue Blutzellen gebildet werden können.

Der Wissenschaftler Dr. Arthur Patek stellte bereits im Jahr 1936 fest, dass grüne Lebensmittel die Aufnahme von Eisen steigern.

Weiterhin haben verschiedene Studien gezeigt, dass „Grünzeug“ gegenüber Demenz vorbeugen kann und vor Diabetes schützen kann.

Falls du Kraftsportler bist, solltest du auf jeden Fall grüne Blätter zu dir nehmen, denn sie verbessern den Muskelaufbau. Das haben schwedische Wissenschaftler im Jahr 2011 herausgefunden.

Ein sehr wichtiger Punkt ist, dass Chlorophyll entgiftet. Es hilft dir z.B. dabei Schwermetalle und andere Umweltgifte aus dem Körper zu bekommen.

Eine Studie hat gezeigt, dass der grüne Farbstoff tatsächlich dazu in der Lage ist Schwermetalle zu binden und über den Darm auszuscheiden.

Grüne Blätter sind doch einfach der Hammer oder was?

Und was haben Schimpansen damit zu tun?

Ich hoffe du fängst jetzt nicht sofort an nach dem Zurück-Button an deinem Browser zu suchen, wenn ich dir sage, dass wir uns ein Beispiel an den Schimpansen nehmen sollten.

Ich erklär dir gerne warum das so ist.

Wenn man es mal genau betrachtet, dann sind wir und die Schimpansen uns ziemlich ähnlich und das betrifft nicht nur den Körperbau und die ganze Physiologie.

Genetisch stimmen wir und die Menschenaffen zu etwa 99,4% überein.

Im Gegensatz zu uns sind Schimpansen aber deutlich gesünder.

Sie haben keine Diabetes, keine Allergien, kein Reizdarm und auch keine Krebserkrankungen.

Alles in allem sind Schimpansen verdammt gesund, das kann man nicht anders sagen.

Und was futtern sie den ganzen Tag?

Grüne Blätter!

Je dunkler desto besser und weil ihnen diese Blätter nicht wirklich schmecken wickeln sie die Blätter einfach um reife Früchte und essen beides zusammen.

Grüne Blätter und reifes Obst? Klingt verdächtig nach einem Smoothie, findest du nicht auch?

Es wird sicher nicht nur an den Blättern liegen, das ist mir auch klar…

Aber mal ehrlich, wenn die Schimpansen (die zu 99,4% genetisch mit uns übereinstimmen) den ganzen Tag Grünzeug mampfen und keine nennenswerten Krankheiten haben, dann sollten wir uns da auf jeden Fall ein Beispiel dran nehmen.

Zum Abschluss fällt mir da ein tolles Zitat von Hippokrates ein, denn auch der hatte zu seiner Zeit bereits erkannt: „Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickeln sich aus täglichen Sünden wider die Natur. Wenn sich diese gehäuft haben, brechen sie unversehens hervor.“